Es ist Zeit, wieder durch das Netz zu geistern. Heute stelle ich das Spukschloss Chillingham in Northumberland, England, vor. Ein ehemaliger Soldat erinnert sich an die Rettung durch einen Geist. In einem britischen Hospiz soll ein Exorzismus notwendig gewesen sein.
Spukschloss Chillingham: Geister, Folter und seltsame Kühe
In England ist fast jeder zweite Briefkasten verflucht. Da wundert es niemanden, wenn ich hier ein Spukschloss vorstelle.
Mitten im grünen Nirgendwo von Northumberland steht ein Ort, der keine halben Sachen macht: Chillingham Castle. Mittelalter pur, Baujahr 12. Jahrhundert – und laut vielen Berichten das am heftigsten heimgesuchte Schloss Großbritanniens. Über 100 Geistersichtungen, Stimmen aus dem Nichts, Dinge, die sich bewegen, obwohl niemand da ist.
Tagsüber kannst du durch alte Gemäuer wandern, nachts geht’s richtig zur Sache: Führungen durch die Folterkammer, bei denen selbst Hartgesottene Gänsehaut bekommen. Wer besonders mutig ist, bleibt gleich über Nacht. Schlafen im Turm, im historischen Appartement oder im ehemaligen Kutschenraum – Einschlafgarantie gibt es allerdings keine.
Besucher schwärmen von der Atmosphäre: weniger Freizeitpark, mehr Zeitmaschine. Man fühlt sich, als würde jeden Moment ein Ritter um die Ecke biegen … oder etwas anderes.
Bonus-Grusel draußen: die berühmten Chillingham-Rinder. Eine seit dem Mittelalter abgeschottete, wilde Herde, genetisch völlig eigen, menschenscheu und für Forscher ein lebendes Rätsel. (Quelle)
Heldenhafter Geist rettet Soldat das Leben
Raus aus dem Spukschloss, ab auf das Schlachtfeld. Vietnam, 1966. Kugeln flogen, Gras brannte, der Funk krächzte. Und mittendrin: Thomas, Bordschütze einer US-Heli-Besatzung, der an diesem Tag etwas erlebte, das so gar nicht ins Kriegsdrehbuch passte.
Nach einem heftigen Gefecht nahe der DMZ ging’s zurück zur Landezone Oasis. Chaos, Rauch, Feuer. Ein anderer Hubschrauber war abgestürzt, Thomas rannte los, Feuerlöscher in der Hand, das Gewehr vergessen. Klassischer Fehler. Im Qualm verlor er die Orientierung – und stand plötzlich einem nordvietnamesischen Soldaten gegenüber. AK im Anschlag. Ende der Geschichte, dachte er.
Unbewaffnet ging er auf die Knie. Angst, Abschied, innerlich schon weg. Dann passierte etwas völlig Abgefahrenes: absolute Ruhe. Frieden. Ein Knall. Der Gegner fiel tot um.
Hinter ihm stand eine riesige Gestalt. Menschlich, wie ein US-Soldat – nur über zwei Meter groß, blitzsaubere Uniform, leichte Aura. Kein Wort, keine Mundbewegung. Die Stimme kam direkt im Kopf:
„Thomas, geh zurück zu deinem Vogel.“
Er rannte. Der Heli hob ab. Unten lag der tote Soldat. Die Gestalt war weg. Thomas schwieg über 30 Jahre. Weil manche Dinge selbst für Veteranen zu groß sind. (Quelle)
Geist im Hospiz – Seelsorger ruft Exorzisten
Ein britisches Hospiz und ein Fall, der selbst abgebrühte Pflegekräfte nervös machte. Eine jetzt veröffentlichte E-Mail zeigt: Im Priscilla Bacon Lodge Hospiz in Norwich ging es 2023 offenbar nicht nur um medizinische Betreuung, sondern auch um paranormale Sorgen.
Der Krankenhausseelsorger wandte sich kurz vor dem Umzug in ein neues Gebäude an die Church of England. Nach Abschlusszeremonien und Abschiedsritualen bat er um Gebete – und um Hilfe. Das Personal sei wegen „paranormaler Vorfälle“ stark beunruhigt, schrieb er. So sehr, dass er bereits Kontakt zum kirchlichen Austreibungsteam aufgenommen hatte. Ja, das gibt’s wirklich.
Was genau dort passiert sein soll, steht nicht in der Mail. Doch anonymen Hinweisen zufolge glaubten viele Mitarbeiter an den Geist eines kleinen Mädchens in einem roten Kleid, das im Gebäude umging. Leise Präsenz statt Polterchaos, aber genug, um die Stimmung kippen zu lassen.
Wie die Kirche reagierte, bleibt offen. Die Antwortmail wurde nicht veröffentlicht. Später ließ der Seelsorger nur durchblicken, dass er Unterstützung aus dem Befreiungsteam bekomme.
Die Frage bleibt: Wollte man den Geist loswerden – oder ihm beim Abschied helfen? (Quelle)