Willkommen im Club Bizarr: In Wisconsin herrscht echter Truthahn-Terror – denn dort haben die skrupellosen Vögel das Sagen. Ein Mann besucht in Toulouse das Krankenhaus – mit einer Granate im Hintern. In Florida nahm die Polizei einen mysteriösen Fleischdieb fest.
Truthahn-Terror – Wenn wilde Vögel plötzlich das Sagen haben
In Wisconsin ist gerade nichts mehr mit idyllischer Nachbarschaft. In Janesville haben wilde Truthähne beschlossen, die Straße zu übernehmen – und gleich noch die Anwohner mit. Anfangs galten die Vögel noch als nette Abwechslung, inzwischen benehmen sie sich wie gefiederte Schlägertrupps.
Anwohner Lawrence Meyer hat die Nase voll. Die Tiere blockieren Straßen, sorgen für Unfälle und haben sogar seinen Postboten attackiert. Endgültig Schluss mit lustig war, als ein Truthahn seinen achtjährigen Sohn quer über die Straße jagte. „Das sind riesige Viecher“, sagt Meyer. „Wenn die ihr Gefieder aufplustern, sieht man sein Leben kurz an sich vorbeiziehen.“
Ein Experte der Naturschutzbehörde bestätigt: Das Verhalten ist eher ungewöhnlich, aber offenbar fühlen sich die Truthähne als Platzhirsche. Der Rat an die Anwohner klingt allerdings etwas abenteuerlich: Dominanz zeigen. Heißt übersetzt: den Vögeln klarmachen, wer hier das Sagen hat, ohne ihnen zu nahe zu kommen. Viel Erfolg dabei.
Meyer setzt lieber auf Papier statt Gefieder und hat eine Petition gestartet, damit die Behörden eingreifen. Hoffentlich hat der Truthahn-Terror somit bald ein Ende.
Krankenhaus-Alarm wegen Granate im Darm
Das reimt sich so schön. In Toulouse erlebten Ärzte und Patienten kürzlich einen ungewöhnlichen Krankenhausbesuch. Ein 24-Jähriger kam mit einem Geschoss aus dem Ersten Weltkrieg im Gesäß in die Notaufnahme – und rief prompt den Kampfmittelräumdienst auf den Plan.
Erst nach der operativen Entfernung fiel dem Personal auf, dass es sich um Munition handelte. Es handelte sich um ein deutsches 37-Millimeter-Geschoss von 1918, rund 16 Zentimeter lang. Glücklicherweise war es inzwischen ungefährlich, sodass nach kurzer Sperrung der Klinik kein Risiko mehr bestand.
Der junge Mann gab zu, die Granate selbst eingeführt zu haben. Die Beweggründe? Die lasse ich lieber außen vor. Ermittlungen wegen unerlaubten Munitionsbesitzes wurden nicht aufgenommen.
Kurioserweise ist es nicht der erste Fall dieser Art: Schon 2022 musste ein 88-Jähriger in Toulon wegen eines ähnlichen „Gesäßgeschosses“ operiert werden. Damals wurden ebenfalls Sprengstoffexperten gerufen – zum Glück war die Granate nur ein harmloses Sammlerstück. (Quelle)
Die Liebe kann vergehen, Fleisch aber auch
In Florida hat ein Mann bewiesen, dass man mit gebrochenem Herzen erstaunlich schlechte Entscheidungen treffen kann. Die Polizei nahm Anfang Januar Heannys O. Alvarez Reyna fest, der im Verdacht steht, Fleisch im Wert von rund 3.500 US-Dollar gestohlen zu haben – nur um es später enttäuscht zu entsorgen.
Laut Ermittlern begann die bizarre Odyssee in einem Supermarkt in Palm Coast, wo Reyna zunächst Lamm- und Rindfleisch für etwa 1.500 Dollar mitgehen ließ. Doch damit nicht genug: Rund 20 Minuten später legte er in einem zweiten Lebensmittelgeschäft nach und erbeutete Rinderbrust, Schweinefleisch, Hüftsteak und Filet im Wert von weiteren 2.000 Dollar. Ein wahrer Marathon für die Fleischtheke.
Der Plan dahinter klang fast romantisch: Reyna wollte seine Freundin mit einem opulenten Abendessen überraschen. Doch das Drehbuch kippte abrupt, als er bei ihr ankam und sie beim Kochen mit einem anderen Mann erwischte. Aus dem geplanten Festmahl wurde Frust pur. Der enttäuschte Möchtegern-Gourmet warf daraufhin nahezu die gesamte Beute weg. (Quelle)
Vielleicht hat er ja Glück und der zuständige Richter ist Veganer. Immerhin hat er das Fleisch weggeworfen. Das war es mit Truthahn-Terror und weiteren Kuriositäten für heute. Auf Wiederbye.