Explodierende Bäume, Schlange im Bett + gefressene KI

Explodierende Bäume in den USA? Klingt nach einer Zeitungsente – ist aber wahr. Eine Frau bekommt nachts einen ungewöhnlichen Kuschelpartner. Obendrein frisst ein Student KI-Bilder.

Explodierende Bäume – Winter mit Knalleffekt

Wer dieser Tage durch Wälder im Mittleren Westen der USA spaziert, sollte besser Abstand zu den Bäumen halten. Nicht wegen Wölfen. Wegen… Explosionen. Ja, richtig gelesen.

Bei extremer Kälte tritt dort gerade ein Phänomen auf, das Frostriss genannt wird. Klingt harmlos, ist es aber nicht. Dabei gefrieren Wasser und Saft im Baumstamm, dehnen sich aus und setzen die Rinde unter Druck. Irgendwann hält das Holz dem Stress nicht mehr stand und gibt schlagartig nach. Mit einem lauten Knall, der oft wie ein Gewehrschuss klingt.

Besonders betroffen sind aktuell Minnesota, Michigan, Wisconsin sowie North und South Dakota. Auch Teile von Iowa und Illinois sind dabei. Grund ist ein massiver Kälteeinbruch, bei dem die Temperaturen stellenweise um bis zu 30 Grad abgestürzt sind.

Ohne Witz, über explodierende Bäume hatte ich bis heute auch noch nichts gehört. Muss seltsam sein, wenn der Spaziergang im Wald wie ein Schießstand klingt.

Wenn die Python zum Kuscheln kommt

Genug explodierende Bäume, jetzt wird es noch ungemütlicher: In Australien rechnet man ja mit allerlei Getier, aber das hier war selbst für Brisbane eine Hausnummer. Rachel Bloor lag friedlich im Bett, spürte plötzlich ein ordentliches Gewicht auf sich und dachte: „Ach, einer der Hunde kuschelt.“

Also Hand raus, Streichelmodus an – und zack: glatte, kalte Schuppen. Ihr Mann knipste das Licht an. Statt des Dalmatiners lag da eine 2,40-Meter-Teppichpython. Rachel blieb ruhig und kroch vorsichtig aus dem Bett. Anschließend ließ sie die Hunde aus dem Raum.

Die Schlange selbst war ungiftig, aber sie hätte würgen können. Rachel lotste die Schlange seelenruhig zurück durchs Fenster in den Garten, als würde sie einen verirrten Paketboten verabschieden. Am Ende blieben alle unverletzt – sogar die Schlange. In Australien würde ich allerdings nicht mit offenem Fenster schlafen. (Quelle)

Student kritisiert KI-Kunst und beißt zu

Explodierende Bäume waren schon merkwürdig, aber das hier haut einem den Mörtel aus der Lücke: An der Universität von Alaska wurde Kunstkritik kürzlich sehr wörtlich genommen. Bei einer Ausstellung mit dem Titel „Shadow Searching: ChatGPT psychosis“ präsentierte Kunststudent Nick Dwyer rund 150 KI-generierte Bilder. Die sollten eigentlich seine eigenen, eher düsteren Erfahrungen mit KI verarbeiten. Message tiefgründig, Wände voll, alles gut.

Ein Kommilitone sah es und drehte am Rad. Graham Granger, Student der Film- und darstellenden Künste, riss mehrere Werke von den Wänden und begann, sie zu essen. Kein metaphorisches „Ich fresse das System“, sondern echtes Kauen. Vor Publikum.

Als die Polizei eintraf, knabberte Granger noch immer an den Ausdrucken und erklärte ganz nüchtern, das Ganze sei ein Protest gegen Künstliche Intelligenz. Insgesamt verschwanden etwa 60 KI-Bilder in seinem Magen, bevor Schluss war.

Das Ende der Performance: Anzeige wegen Sachbeschädigung. Wie hoch die Strafe ausfällt, ist offen. In Teilen der Performancekunst-Szene gilt die Aktion allerdings schon jetzt als mutig, radikal oder einfach komplett durch. Manche verdauen KI mental, andere buchstäblich. (Quelle)

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